Freitag, 4. März 2016

Alle Jahre wieder

...kommt in Deutschland das Christuskind und north of the border der Frühling, in dem man offensichtlich mal wieder auf sich aufmerksam machen muß. In den mittlerweile sechs Jahren, die ich in Seoul und anderswo verbracht habe, gab es z.B. die angebliche Versenkung eines Kriegsschiffes (AD 2010), mal wieder Atomwaffentests (AD 2013) und wenig überraschend auch dieses Jahr wieder das frühlingstypische "attention-seeking behavior". Dieses coole neue Wort habe ich in dem ebenfalls coolen Buch "Inside of a dog" gelernt. Miru sucht zum Beispiel meine attention, in dem er sich neben mir allerliebst auf seine Hinterbeinchen setzt, mit seinen Vorderbeinchen in der Luft herumwedelt und mich nach Möglichkeit noch mit den Vorderpfötchen anstupst. Meistens tut er das, weil er Hunger hat, Gassi gehen möchte oder Zuwendung will. 

Bei Jeongeuni aus P. (da er vier Jahre jünger ist als ich, habe ich jedes Recht, ihn so zu bezeichnen, harharhar) ist dieses Verhalten etwas weniger niedlich, aber irgendwie nicht weniger vorhersehbar. Nichtsdestotrotz geraten die globalen Medien ebenfalls alle Jahre wieder in den gleichen Ausnahmezustand, die Pyongyangologists aller Länder ergehen sich in "Expertenanalysen" aller Arten und manchmal schaltet sogar die UN 'nen Gang hoch (oder runter, je nachdem) und erläßt mäßig wirksame Resolutionen. Krieg gab es bis jetzt noch keinen, Änderungen im Verhalten auch keine. Hundeexperten sagen einem, daß die beste Erziehungsmethode positive Verstärkung ist, man den Hund also loben sollte, wenn er das macht, was man von ihm haben möchte, Sitz zum Beispiel. Man kann dem Hund auch ein Leckerli geben, vor allem am Anfang des Trainings. Vielleicht sollte man diese Methode mal mit Jeongeuni ausprobieren, er sieht irgendwie so aus, als ob er darauf ansprechen würde...

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