Donnerstag, 5. November 2015

Donnerstagmorgen in Sincheon

Manchmal hat man diese Begegnungen der völlig anderen Art - als ich heute morgen gegen kurz vor 9 mit dem Hund vom ersten Spaziergang des Tages zurückkam, stand auf der Straße vor dem Haus eine offensichtlich frierende, leicht desorientiert wirkende weibliche und offensichtlich nicht-amerikanische Langnase herum. Als ich etwa zehn Minuten später Miru aufs Sofa gepackt und mich wieder auf den Weg gemacht hatte, stand sie immer noch da und quatschte mich auf Spanisch (!!!) an, wo sie denn hier ein Taxi nehmen könnte. Ich nahm sie also mit zur Hauptstraße. Zuerst sagte sie mir, sie sei aus Guatemala, zwei Sätze später begann sie dann aber einen Satz mit "In Nicara... ähm Guatemala" und ihre Aussprache im allgemeinen hörte sich total kastilianisch-spanisch und nicht lateinamerikanisch an. Ich hab sie dann in ein Taxi gesetzt und wundere mich vier Stunden später immer noch, was die Gute wohl erstens nach Korea und zweitens am frühen Morgen in unser Viertel verschlagen hat. 
Und meine Fresse, mein Spanisch ist mittlerweile nicht mehr eingerostet, sondern eher scheintot. Statt schlechten, sinnlosen Koreanischkursen sollte ich vielleicht eher mal wieder da ein bißchen Reanimation betreiben :(.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen