Dienstag, 18. November 2014

For my hot bitches in da hood

Das Prinzip Haustier, das man nicht irgendwann mal ißt, hat in Korea ja bekanntlich vor nicht allzu langer Zeit Einzug gehalten, und die Einstellung, daß Hunde Hunde und keine Ersatzkinder sind, zumindest meiner bescheidenen Meinung nach, ist jetzt auch nicht ganz so weit verbreitet. In Tierarztpraxen allerdings werden die vierbeinigen Lieblinge gerne mal als "Kind" bezeichnet, ebenso wie sich Hundebesitzer gerne als "Mama" oder "Papa" bezeichnen, was mich jedesmal aufs Neue verstört. Mein nackiger Hund bekommt oft ganz mitleidige Blicke beim Spaziergang, vermutlich, weil er erstens bei einer irren Langnase gelandet ist und zweitens noch nicht mal was zum Anziehen bekommt, das arme Tier!

Was für die modische Seouler Hündin von heute so zur Auswahl stehen würde, könnt Ihr auf dem Bild oben bewundern. (Ja, das sind Hundekleider.) Mein Liebling ist die Rüschenkreation in Pink und Schwarz (2. von rechts), die "sexier" ist als das meiste, was die Hundebesitzerinnen hierzulande so als Unterwäsche tragen, zumindest wenn man die Modelle in Unterwäscheabteilungen oder Dessousläden als Referenzpunkt nimmt. Leider ist unser Hund ein "Junge" und kein Crossdresser, so daß wir ihm wohl keines dieser traumhaften Modelle anziehen werden. Wäre aber vielleicht ganz lustig, wenn man dann den anderen Hundemuttis das Prinzip "mein Hund ist sich über seine Gender-Identität noch nicht so ganz klar und experimentiert gerade mit verschiedenen Lebensstilen" beim Spaziergang im Park erläutern könnte. Wenn auch nur für mich, da das Konzept der Ironie ja auch nicht so fürchterlich verbreitet ist.

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