Montag, 27. Januar 2014

Back to Wonju

Wir sind zurück - nach vier (fast) kimchifreien Wochen in Europa hat mein Mann offensichtlich leichte Entzugserscheinungen und muß sich täglich Instantnudeln kochen, ich verkneife mir jetzt mal einen Kommentar dazu. Unser selbstgemachtes Kimchi ist außerdem im Kimchikühlschrank verschimmelt - lesson learned: Falls Ihr Euch einen Kimchikühlschrank kaufen wollt, kein Schubladenmodell wählen, sondern eines mit Türen, das wie ein normaler Kühlschrank aussieht, und außerdem sind die Dinger scheinbar nach fünf bis sieben Jahren sowieso hinüber und müssen ausgetauscht werden. Nicht wirklich überraschend in einem Land, wo auch Apartmentkomplexe nur auf Abriß in 30 Jahren gebaut werden, oder?

In Korea hat sich während unserer Abwesenheit nicht viel getan, außer daß Miss President sich mal wieder mit grandiosen Reden hervorgetan hat (übersetzen könnte man ihren letzten Höhenflug vielleicht mit "Wiedervereinigung ist der Hammer"). In Deutschland hat sich auch nichts getan, bei 80% meiner Treffen in der Heimat kreiste das Gespräch eigentlich nur um so spannende Themen wie wer gerade schwanger ist (zum dritten Mal schon, dabei wollten sie gar kein Kind mehr und haben keine Ahnung, wie das passieren konnte - vielleicht sollte ich mich dort mal schlau machen, wie das so geht?!?) oder daß die kleine Lila Marie (Name v.d.R. geändert) ja immer noch keine Zähne hat. Wenn man keine Kinder hat, ist das wahrscheinlich einfach nur stinkelangweilig, wenn man wahrscheinlich keine haben kann und damit noch nicht so hundertprozentig im Reinen ist, dann ist es ziemlich unerträglich, aber das ist den Empathiefreien Eltern in ihrer Kinderpseudoglückblase ja egal, bzw. verschwenden sie wahrscheinlich einfach keinen Gedanken daran, wozu auch, selbst geht es einem ja gut.
Immer wieder schön sind auch die bei jedem Treffen identischen Fragen, wie z.B. "Kannst Du jetzt koreanische Zeitungen lesen?" Nein, kann ich nicht, werde ich vielleicht auch nie können, ich kenne eigentlich auch niemanden, der das ohne Wörterbuch kann, aber das kann man wahrscheinlich auch nur schwer verstehen, wenn die komplexeste Sprache, die man selber mal gelernt hat, Französisch ist.

So, und jetzt hab ich für heute genug gelästert und mache mich an die Arbeit. Das Frühlingssemester naht mit großen Schritten!

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