Mittwoch, 31. Juli 2013

Unterrichtsgestaltung mal anders

Letzten Freitag feierte eine gute Freundin in Seoul ihren 30. Geburtstag mit indischem Essen und in bunter Gesellschaft. Immer wieder faszinierend in interkultureller Runde fand ich, wie die Nordamerikaner es erfolgreich schaffen, die Tischkonversation komplett zu monopolisieren. Dank lauter Stimme und energetischer Ausstrahlung gelang das auch einer Amerikanerin, die "leider" erst ziemlich spät kam und dann von ihrem Alltag als Englischlehrerin an einer Provinzuni berichtete, wo man offensichtlich Flugbegleiterin studieren kann. In Korea kann man auch Hundefriseur an den zweijährigen Hochschulen studieren, das sind eben die Begleiterscheinungen in einem Bildungssystem, wo 90% aller Jugendlichen an die Uni gehen, weil es keine Alternativen gibt. Die Absolventinnen des Studienganges werden offensichtlich hauptsächlich von der einheimischen Airline Nummer Zwei eingestellt, das ist diejenige, die mit A. anfängt. Die Kollegin der anwesenden Dame bringt nun ihren Studentinnen offensichtlich im Englischunterricht unter Zuhilfenahme von Bananen bei, wie man Kondome verwendet. Wenn man dem Tratsch Glauben schenken darf, dann ist das in Korea durchaus a worthy cause, da viele Einheimische deren Verwendung offensichtlich nicht allzu ernst nehmen bzw. wahrscheinlich nicht wissen, wozu das Ganze eigentlich gut ist. Ich hab neulich mal wieder einen Artikel gelesen, in der es um den angeblichen neuen Trend zur vorehelichen Schwangerschaft ging, da sagten 92% aller Paare, daß diese Schwangerschaft ja völlig unerwartet gekommen sei. Kein Kommentar! 

Aber zurück zum Thema, wozu man als künftige Flugbegleiterin diese Skills benötigt, ist mir dann doch eher nicht so klar. Es sei denn, der Service bei besagter Airline schließt auch Dinge ein, die man sich als weiblicher Passagier eher nicht so vorstellen bzw. in Anspruch nehmen kann. Das würde vielleicht auch die konstant hohen Bewertungen bei Skytrax erklären...

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