Mittwoch, 6. Februar 2013

Hong Kong und Macau

Das letzte Wochenende haben wir in den beiden obengenannten Städten verbracht - ich mußte dringend raus aus der Provinz, dem Schnee und der Kälte. Nach vier Stunden im Flugzeug Richtung Süden waren wir bei angenehmen 22 Grad auch schon in Hongkong, was die zweite Auslandsreise für meinen Mann war :)
Wir starteten das Programm mit dem Peak und der Aussicht auf ganz HK. Viele, viele Menschen (die man auf diesem Bild nicht sieht)!
Danach ging's mit einem Cabrio-Doppeldeckerbus (!!!LOVE!!!) an den Star Ferry Pier und mit der Fähre nach Kowloon. Dort haben wir dann (wenn auch ungeplant) noch "A Symphony of Lights" mitgenommen. Wenn wir dafür extra gekommen wären, hätten wir's wahrscheinlich ziemlich Banane gefunden, aber da wir ohnehin schon da waren, haben wir uns dann eben die Show auch noch angeschaut. 
Schwieriger als erwartet war es dann, ein Restaurant zum Abendessen zu finden. Man vergißt ja irgendwie recht schnell, daß in anderen Ländern nicht wie in Korea an jeder Ecke fünf Restaurants zu finden sind. Zu guter Letzt fanden wir dann doch noch eines und vergnügten uns mit der taiwanesischen Cousine des Bibimbaps und einem Shrimps-Rührei...
Am nächsten Tag ging es mit der Fähre nach Macau, immerhin schon das zweite "portugiesischsprachige" Land, das ich in meinem Leben bereist habe (und das als Ex-Hobbylusitanistin,  ha, ha).
Samstags fallen offensichtlich die Massen in die Casinos ein, und nach nur einer Stunde Wartezeit an der Immigration konnten wir uns auch schon ins für uns casinofreie Vergnügen der Altstadt stürzen.
Danke, Portugal, es gab sogar Pastéis de nata zu kaufen.
Und für die leicht bizarre Shopping-Experience auch ein Esprit-Outlet. Fascht wie drhoamt! 
Den letzten Tag verbrachten wir auf verschiedenen Märkten für Blumen, Vögel und Fische aller Arten. 
So, und was bleibt sonst noch festzuhalten? Durchsagen in schönem britischem Englisch in den öffentlichen Verkehrsmitteln, die offensichtlich von den Kolonialherren eingeführte Queue-Kultur statt "Ajumma first" und schönheitschirurgiewerbungsfreie U-Bahnen standen im erfreulichen  Kontrast zu good old Seoul. (Dafür hat die Seoulmetro eindeutig die bessere und übersichtlichere Ausschilderung.). Erfrischend fand ich außerdem noch die Abwesenheit von obsessiv ihr Make-up erneuernden oder nonstop im Spiegel ihr Aussehen überprüfenden Frauen in der Öffentlichkeit. Man sah tatsächlich auch relativ viele Frauen, die gar kein Make-up trugen (und, man höre und staune, gut aussahen dabei).
Den welcome-back-Effekt gab es dann leider schon im Flieger zurück nach Seoul, als meine recht offensichtlich magersüchtige oder anderweitig eßgestörte, gefühlt 30 Kilo wiegende und natürlich koreanische Nebensitzerin ihr "fat-free" Spezialessen bekam und danach erstmal für längere Zeit auf der Toilette verschwand, vermutlich, um dasselbige wieder möglichst rasch von sich zu geben. Traurig, traurig, aber das Bewußtsein für Eßstörungen und psychische Krankheiten in Korea ist echt sehr wenig ausgeprägt.
Mein Mann sieht offensichtlich immer noch schinesisch genug aus, um von Restaurantpersonal aller Arten konsequent auf Kantonesisch angesprochen zu werden, obwohl die koreanischen Songs ihr Mutterland ja schon vor recht langer Zeit verlassen haben. Zur Abwechslung war es auch mal ganz amüsant, nicht von den Einheimischen, sondern fast ausschließlich von den westlichen Touristen angestarrt zu werden. Man hat es echt nicht leicht als interkulturelles Paar, grins.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen