Sonntag, 27. Januar 2013

Lokalbustourismus

Der Busfahrplan in Gwirae
Da es in Wonju ja nichts zu sehen und zu tun gibt, sind wir jetzt auf eine neue Beschäftigung für die Wochenenden gekommen: Touren mit den Lokalbussen über Land. Wenn man das Ganze gut zeitlich abstimmt, kann man zum Beispiel mit einmal Umsteigen bis nach Chungju kommen (das haben wir am letzten Wochenende gemacht).
Was nun?
Der Charme des Ganzen liegt darin, daß man wirklich so richtig durch die Pampa fährt. Am Samstag wollten wir nun nach Jecheon, waren aber viel früher als erwartet an unserer Umsteigestation in Haksan-ri. Dort gab es nun nicht einmal ein Restaurant, wo wir die anderthalb Stunden bis zu unserem Umsteigebus hätten verbringen können. Bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt ist das nun nicht ganz so angenehm, weswegen wir im örtlichen Seniorenzentrum gefragt haben, ob wir vielleicht dort warten dürfen. Kein Problem - wir wurden sogar noch mit Süßkartoffeln und Rettichkimchi bewirtet und die Omis wollten uns eigentlich auch nicht ohne selbstgekochtes Mittagessen gehen lassen :).
Sehr lecker!!!
Das Seniorenzentrum war auch eine coole Erfahrung: die Opis haben Paduk gespielt, einer hat wahrscheinlich sowas Ähnliches wie Patiencen legen mit Go-Stop-Karten gemacht, und die Omis haben mit dem feschesten Opi Go-Stop gespielt (was ich ja trotz drei Jahren in Korea immer noch nicht gelernt habe, räusper). Das Ganze schien so ziemlich selbstverwaltet zu sein und jeder schien seinen Spaß dabei zu haben, auch ohne geleitete Aktivitäten und was es in deutschen Altenheimen noch so alles gibt.
Paduk
Das eigentliche Ziel war dann Jecheon bzw. der Uirimji, anscheinend der älteste von Menschenhand gemachte Stausee Koreas, denn wie uns der Restaurantbesitzer beim Mittagessen erläuterte, ist in Jecheon die Luft zwar gut, das Wasser aber rar. Der See ist auf jeden Fall hübsch, es gab auch ein Eisfischfestival, einen Eistunnel, einen Rummelplatz und natürlich Freßstände aller Arten mit fritierten Minifischen aus dem See und weiteren Delikatessen aller Arten.
Schön und kalt
Das Problem zur Zeit sind nur die Temperaturen, die so etwa 25 Grad unter meinem persönlichen Wohlfühlbereich liegen, und so ließen wir den Stausee nach einer Runde wieder hinter uns, um uns in beheizte Räume (bzw. den Bus nach Hause) zu verziehen. Auf jeden Fall freue ich mich schon auf das nächste Wochenende, da fliegen wir nämlich für ein paar Tage ins frühlingswarme Hongkong!

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