Donnerstag, 29. September 2011

Das Gipstagebuch

7:00: Aufgewacht, Regen gehört, beschlossen, da ohnehin nichts zu tun ist, noch eine Weile im Bett zu bleiben. Den Gips möglichst bequem gelagert, weitergedusselt...
9:00: Zu guter Letzt doch noch aufgestanden. Frage mich, warum eigentlich.
9:00 - 11:00: Kaffee gekocht, gefrühstückt, nebenher Zeitung gelesen, die Farmville-Farm geerntet, dann geduscht und angezogen. Das dauert zur Zeit alles recht lange. Zu meiner Freude festgestellt, daß Jeans über den Gips passen. Bei 15 Grad ab morgen ist das gut zu wissen!
11:00 - 12:00: Tofu- und Pilzbeilage (Eigenkreation) produziert. Geschirr gespült.
13:00 - 14:00: Fusion-Mittagessen (aka Resteverwertung) gekocht und gegessen: Pasta mit Kirschtomaten, koreanischen Pilzen, karamelisierten Zwiebeln und Seetang. Ziemlich begeistert von meiner Kreation. Glaube allerdings nicht, daß sie viele weitere Fans finden würde. 
14:00 - 15:00: Die Farm geerntet, kurzzeitig darüber nachgedacht, ob ich mir heute die Rettungsschirmabstimmung auf Bundestag-TV angucken soll. Als zu anstrengend verworfen. Verschiedene Blogs angeguckt.
15.00 - 18.00: Drei Folgen Hwang Jini geguckt. Darüber meditiert, warum Jang Geun Seok mit konfuser Kopfbedeckung so viel besser aussieht als mit Mädchenfrisuren wie in seinen letzten Dramen. Sich darüber gefreut, daß ich total sinnvolle Vokabeln zum Themenbereich Unterhaltungsdamen kann (dank meiner großartigen Abschlußpräsentation aus dem letzten Koreanischkurs). 
18:00 - 19:00: Die Farm geerntet, nochmal über die Zeitungen geguckt, überlegt, ob (und falls ja, was) ich noch zu Abend essen soll. 
19:00 - 20:00: Angesichts der heute und gestern produzierten Menge Beilagen im Kühlschrank beschlossen, daß ich etwas essen sollte. Curryreis und viele selbstgekochte Beilagen gegessen. Viel besser als das Krankenhausessen...
20:00 - 22:00: Zwei weitere Folgen Hwang Jini geguckt. Ausgiebig darüber nachgedacht, welche Farben ich denn hübsch finden würde, falls ich mir irgendwann mal einen Hanbok schneidern lassen sollte. Mich gleichzeitig gefragt, warum ich mir jemals einen Hanbok schneidern lassen sollte (mangels an den hohen Feiertagen zu besuchender Verwandtschaft, wo man das Ding dann anziehen könnte). Beschlossen, daß das eigentlich auch egal ist, aber immer  noch zu keiner endgültigen Entscheidung gekommen. Dunkelblau und dunkelrot? Oder ist das zu altbacken? Ich meine mich auch zu erinnern, mal irgendwo gelesen zu haben, daß traditionellerweise nur Mütter von Söhnen dunkelblaue Röcke getragen haben. Ein Lob auf das solide Halbwissen.
22:00: Müde bin ich, geh zur Ruh....und morgen werde ich mich ins Büro schleppen, sonst werde ich noch wahnsinnig!

Mittwoch, 28. September 2011

Mein rechter Fuß

..befindet sich ja zur Zeit in einem gefühlt 10 kg schweren Gips und treibt mich in den Wahnsinn. Einfache Dinge wie ein Krankenhausbesuch zum Verbandswechsel heute werden zu einer himalajaexpeditionsartigen Herausforderung, da meine "condition" derzeit nicht besonders gut ist. (Die Sauerstoffversorgung und die Sherpas hab ich aber mal noch im Basislager gelassen). Auf dem Heimweg vom Krankenhaus, wo sich die Orthopädie natürlich genau am letzten Ende der ziemlich großen Eingangshalle befindet, mußte ich noch bei den Hausmeistern im Nachbargebäude vorbei und dann auch noch Geld holen. Als ich dann wieder in meine Wohnung wollte, mußte ich mich auf dem gefühlt 50 Meter langen Weg dorthin zweimal hinsetzen vor lauter Erschöpfung.

Nervig ist auch, daß ich mich mit Gips und Krücken und dem wie erwähnten wackligen Allgemeinzustand nicht in öffentliche Verkehrsmittel traue (wer den Fahrstil der Seouler Busfahrer kennt, weiß auch warum) und alle Wege per Taxi zurücklegen muß. Da gibt es zwar viel Mitgefühl von den Taxifahrern à la "tut's denn arg weh?", aber das wiegt den Nerv-Faktor leider auch nicht ganz auf. 

Zu guter Letzt habe ich dann heute noch auf einer Sportärztepraxis-Homepage gelesen, daß man die gerissene Sehne auch nach dem vierwöchigen Gips noch 4 bis 6 Monate schonen sollte. Als Reiterin kennt man ja das Konzept "nur Schritt auf hartem Boden reiten" zur Genüge, aber meine Vorfreude auf die Gipsentfernung und das dann wahrscheinlich darunterliegende Wasserleichenbein wurde da doch gleich wieder gemindert.  Und ich hatte mich schon so auf ein paar nette Wanderungen im Herbst gefreut...

Dienstag, 27. September 2011

Auf Seelenfang im Krankenhaus

Verzeiht mir, liebe Schwestern und Brüder im Glauben von der protestantischen Seite, aber die nicht-katholischen Christen in Korea sind irgendwie alle nur eines, und das ist mehr oder minder wahnsinnig. Während meines Krankenhausaufenthaltes lagen öfters mal irgendwelche Zeitschriften verschiedener Kirchen am Fußende meines Bettes. Einem "Pfarrer" reichte dies aber nicht aus. Vermutlich war er ein Pfingstler und der Heilige Geist über ihn gekommen, auf jeden Fall fing er nach meinem höflichen "Ich bin nicht interessiert" an, wild irgendwas von Gott, Jesus und blah überhaupt auf mich einzufaseln. Nach drei Aufforderungen in absteigender Höflichkeit, doch bitte den Raum zu verlassen, zog ihn dann seine Frau von hinnen. Immerhin ließ diese Episode wahrscheinlich mal meinen niedrigen Blutdruck ansteigen. Bände sprachen allerdings auch die komplett verständnislosen Blicke meiner zu der Zeit anwesenden Zimmergenossen auf meine Erklärung, daß ich ein solches Verhalten nicht okay finde.

Ich finde es ja schon irgendwie recht verstörend, daß Hinz und Kunz einfach in ein Krankenhaus schlappen und dort die Patienten belästigen können. Noch verstörender fand ich aber, daß die Kinder einer meiner Mitpatientinnen sie erst am Sonntag abend für eine halbe Stunde besuchen konnten, weil sie ja den ganzen Tag in der Kirche (protestantisch, praktischerweise gibt es auch zwei verschiedene Wörter für die Gotteshäuser im Koreanischen, so daß man immer gleich weiß, von wem die Rede ist) verbringen mußten. Irgendwie scheint das mit der Nächstenliebe und so doch etwas anders aufgefaßt zu werden!

Montag, 26. September 2011

Die Krankenhaus-Experience

Am Tag der OP. Das Schild
oben links sagt "Füttern verboten"
Letzte Woche habe ich es geschafft, mich nach achtjähriger Pause mal wieder ins Krankenhaus zu befördern, als mein rechter Fuß eindringlich Bekanntschaft mit einer Glasscherbe machte. Leider habe ich mir dabei auch einen Nerv und eine Sehne durchgeschnitten, so daß ich operiert werden mußte und eine Woche lang im Krankenhaus lag. Eigentlich nicht lustig, aber der Krankenhausaufenthalt bot doch einige Highlights, die ich hier mit Euch teilen möchte, da ich ja koreanische Krankenhäuser bis jetzt nur aus Dramas kannte!
 
Krankenschwestern in Korea geben Spritzen, legen Kanülen, nehmen Blutproben und verteilen Medikamente, haben aber mit der eigentlichen Krankenpflege nichts am Hut. Daneben gibt es dann noch eine weitere Kategorie Personal, die einen z.B. in den Gipsraum und wieder zurück schiebt. Pflegedienste wie beim Waschen helfen etc. werden dann von Familienmitgliedern erledigt, es gibt aber auch einen Bezahlservice von Hilfspfleger-Ajummas, falls man selbst keine Zeit hat. Familienangehörige oder bezahlte Kräfte wohnen selbstverständlich auch im Krankenzimmer und nächtigen dort auf Liegen neben dem Krankenbett. Das deutsche Konzept der Besuchszeiten würde hier wahrscheinlich auf wenig Verständnis stoßen!
Statt 5 Zimmergenossinnen im Sechserzimmer hat man dann also 10 (ich war ja alleine). Da ich in der Orthopädie lag, wo es eigentlich außer neuen Gelenken und Sportverletzungen nicht so viele Möglichkeiten gibt, waren meine Mitpatientinnen alle fortgeschrittenen Alters und schnarchten recht kräftig. Dank des kodeinhaltigen Hustensaftes, den ich auch noch bekam, war ich aber so erschöpft, daß ich meistens doch wenigstens ein bißchen schlafen konnte. Netterweise hat mich die Tochter einer Mitpatientin die beiden ersten Tage auch noch mitversorgt und mich im Rollstuhl umhergeschoben. *LOVE AJUMMAS, SOMETIMES*

Das Krankenzimmer.
Das große Thema ESSEN ist wie zu erwarten im Krankenhaus auch nicht weniger wichtig. Damit sich die mitgereisten pflegenden Familienangehörigen (und die Patienten) auch mit selbstgemachten Beilagen versorgen können, steht in jedem Krankenzimmer ein fetter Kühlschrank. Falls man selbst nicht kochen kann, gibt es auch noch den Markt direkt vor dem Krankenhaus, wo man dann alles Nötige (samt Beilagen) shoppen kann. Ich war erheitert.
Schön war auch, wie sich die beiden Hilfspfleger-Ajummas per Expressdienst Dasima (so ein Seetang) aus Wando bestellt haben und diesen dann neben den Patientenbetten fürs Mittagessen in mundgerechte Stücke schnitten. Ich stelle mir das Gesicht einer deutschen Stationsschwester angesichts dieses Szenarios nur ungern vor :), habe aber auch eine Portion abbekommen.

Der Kostendruck im koreanischen Gesundheitssystem scheint auch nicht ganz so hoch zu sein wie im deutschen, und meinen Mitpatientinnen gefiel es (im Gegensatz zu mir) offensichtlich ganz gut, da sie alle ihre behandelnden Ärzte erfolgreich beschwätzen konnten, doch noch ein Weilchen länger bleiben zu dürfen.

Aber neben diesen Kleinigkeiten war das ein ganz normaler Krankenhausaufenthalt, erst müde und dann nur noch öde...und der Gipsfuß, den ich die nächsten vier Wochen haben werde, geht mir jetzt schon unglaublich auf die Nerven. Wie ich damit ins Büro kommen soll (normalerweise 20 Minuten zu Fuß), ist mir derzeit noch ziemlich schleierhaft!

Dienstag, 13. September 2011

Chuseok Special, Teil 3: Wofür ich meiner Jugend in Deutschland echt dankbar bin

  • Daß Ferien Ferien sind. Und man da als Schülerin NICHTS für die Schule tut. Warum sollte man auch...
  • Mens sana in corpore sana, das Abi in 13 Jahren, Hockey, Reiten, Musikunterricht und Theaterspielen, sowie natürlich Chöre und Orchester, wofür man als koreanisches Kind sicher keine Zeit hat, da man ja morgens in der Schule mit seinen 40 Mitschülern in der Klasse schläft und den Stoff dann bis abends um 10 im Hagwon verinnerlicht und danach dann weiter sinnvolle Dinge auswendig lernt, siehe auch Sprachunterricht. Eigentlich komisch, daß ich es bildungstechnisch trotzdem recht weit gebracht habe, wo ich nicht mal im Grundschulalter zum Englischlernen in die US and A verfrachtet wurde! Ich hab ja den Verdacht, daß die recht wenig weite Verbreitung von Fernsehen und Computer- oder iPhone-Spielen für Vierjährige in meiner Kinderzeit da durchaus auch geholfen hat...
  • Daß es in Deutschland im allgemeinen keine neue Nase von Dr. Kim in Apgujeong zum Abi gibt
  • Daß es in Deutschland keine Schuluniformen gibt, die frau zum Minirocktragen zwingen
  • Daß in Deutschland die allermeisten Schulen koedukativ sind, somit gab es wenigstens noch ein paar Mitschüler, die sich auch für Fußball interessiert haben. Es scheint auch für den entspannten Umgang mit dem anderen Geschlecht hilfreich zu sein...
  • Daß ich anständig Autofahren gelernt habe (inkl. Einparken), und das mit Schaltung, Alter!
  • Daß das deutsche Schulsystem in komparativer Perspektive wohl doch mehr Wert auf Denken als auf Wissen legt, was faulen Schweinen wie mir echt entgegenkommt, auch wenn das in Pisa wohl nicht so gefragt ist *unschuldsblick*
  • Daß Fremdsprachenunterricht an meiner Schule nach dem Prinzip "Sprache kommt von Sprechen" ablief, und nicht nach dem Prinzip "wir lernen Vokabeln in alphabetischer Reihenfolge, die seit Shakespeare/Moliere/Cervantes niemand mehr verwendet hat, wissen aber mit einem Bachelor in Germanistik nicht, ob es der oder das Hund heißt"
  • Daß ich selber denken/kritisieren/meckern gelernt habe
  • Daß man in meinem Land im allgemeinen das studiert, was einen interessiert. Und nicht das, was man aufgrund seiner Leistung in der Uniaufnahmeprüfung an der bestmöglichen Uni studieren kann
  • Daß man im allgemeinen mit Studienbeginn von zuhause auszieht und jahrelang (oder in meinem Fall fast ein Jahrzehnt) das WG-Leben genießen kann 
  • Daß man in Deutschland im allgemeinen ein gesundes Verhältnis zu seinen Eltern hat und keiner erwartet, daß man bis zur Eheschließung im heimischen Kinderzimmer wohnt

Chuseok Special, Teil 2

Ähnlich wie in Deutschland werden auch in Korea gerne Freßkörbe verschenkt. Der Inhalt unterscheidet sich aber ein wenig. Hier sind meine Lieblings-Geschenksets aus dem Stammsupermarkt.
Spam in allen Varianten und Dosengrößen.
Dosenthunfisch mit Spam oder Dosenthunfisch mit Ölen.
Instantkaffee. Über die koreanischen traditionellen Süßigkeiten darunter würde ich mich allerdings auch sehr freuen!
Getrocknete Sardinen. Ich war vor allem deswegen so erheitert, weil das auch der Spitzname eines Bekannten ist....
Das ist dann wohl die Variante, falls man Schwiegermamas Herz gewinnen möchte, denn es ist teuer. Keine Ahnung, wie man das Fleisch zubereiten kann...


Chuseok Special, Teil 1

Unsere Meisterwerke. Wer hübsche Songpyeons macht,
findet laut Volksglauben einen gutaussehenden Partner
oder bekommt hübsche Töchter!
Letzte Woche war ich wieder beim Kochkurs, wo wir diesmal gelernt haben, wie man Songpyeon zubereitet. Das sind kleine Reiskuchen mit verschiedenen Füllungen, die man dann über Piniennadeln dämpft und traditionellerweise vor allem zu Chuseok ißt. Bei Langnasenbespaßungen dieser Art sind ja auch gerne mal Vertreter der lokalen Medien da, um dort ein paar O-Töne, bevorzugt auf Koreanisch, von den nichtkoreanischen Bewohnern des Landes einzufangen. Die universelle koreanische Faszination für Ausländer, die die Landessprache mehr oder minder beherrschen, erheitert mich immer wieder.

Auf jeden Fall wurde ich dann auch interviewt. Die Fragen waren zu Beginn recht vorhersehbar - wo ich denn herkomme, warum ich in Korea bin, ob die Songpyeonproduktion schwierig sei und was es denn bei uns für traditionelle Feiertage gebe. Dann wurde es etwas schwieriger.

Radioreporterin: Was möchten Sie denn Ihren Eltern zu Hause zu Chuseok sagen?
Ich: Das ist jetzt etwas schwierig...
Radioreporterin: Es ist auch okay, wenn Sie weinen müssen!
Ich: Ähm...ja....also....das ist jetzt eher nicht das Problem...
Radioreporterin (aufmunternd): Naja, so was wie ich vermisse euch und so....
Ich: Also, öhm ja, meine Eltern sind ja gerade in den Ferien in Italien und ich hoffe, daß es ihnen gut geht...und ja, ähm...
Radioreporterin (auffordernd): Ich vermisse euch! 
Ich: Und, ja...ich vermisse euch....

Am schönsten fand ich aber, daß sie für den offensichtlich in Korea existierenden Armeeradiosender arbeitet. Ich stelle mir nur ungern vor, wie die armen Schweine von Rekruten zu Chuseok vor ihrem lausigen Essen sitzen (daß das Essen bei der Armee gruselig ist, hört man wirklich von ALLEN Koreanern, die das zweifelhafte Vergnügen des Militärdienstes schon hinter sich gebracht haben) und sich dann die tearjerker-story von reiskuchenproduzierenden Ausländerinnen, die ihre Eltern ganz arg vermissen, im Radio anhören! Freundlicherweise hat die Reporterin aber meine Antworten so zusammengeschnitten, daß sich mein Koreanisch noch flüssiger anhört. Super.

Donnerstag, 8. September 2011

Auf der Suche nach neuen Zielen

Meine letzte Koreanischlehrerin, eine nie versiegende Quelle der Weisheit und Inspiration, hat das sehr schön ausgedrückt: Jetzt, wo du einen Abschluß von der Yonsei-Koreanischschule hast, hast du ja keine anderen Ziele mehr im Leben - also (typisch koreanische Lösung) sollte ich einfach nur schnellstmöglich in den Hafen der Ehe segeln!

Da mein Eheschließungsboot ja eher permanent am Kentern bis Durchkentern ist und sich die Männer nicht gerade um meine Hand schlagen, habe ich mich jetzt erstmal für einen Kalligraphiekurs angemeldet. Sehr unterhaltsam - es handelt sich dabei um einen fortlaufenden Kurs, ich bin die einzige Anfängerin und natürlich auch die einzige Nichtkoreanerin. In der ersten Stunde übte ich also fleißig, gerade horizontale und vertikale Linien und Linien ums Eck mit meinem Pinsel zu malen, während der Rest seine Kalligraphien unter Verwendung chinesischer Zeichen für die Ausstellung nächste Woche perfektionierte. Auch die teaching assistant ist sehr spaßig - ich vermute mal, um einen Master in traditioneller koreanischer Malerei zu machen, muß man schon auch ein bißchen anders ticken...

Um meine Koreanischkenntnisse noch (ha, ha) weiter zu verbessern, treffe ich mich zur Zeit einmal pro Woche mit einem hilfreichen Menschen und lese Texte aus einem koreanischen Mittelschulbuch. Der literarische Wert ist eher zweifelhaft, aber vielleicht hilft es mir ja dabei, meinen Wortschatz zu erweitern. Eher unschön finde ich seine Angewohnheit, mich in Cafés (vermutlich zur Erheiterung der Nachbartische) laut vorlesen zu lassen - es täte mir ja durchaus gut, das mal zu üben, aber ich kann es halt leider nicht besonders gut.

Samstags wollte ich ja eigentlich in den fortgeschrittenen Gayageumkurs gehen, leider wurde dieser aber mangels Interesse abgesagt und somit werde ich mich jetzt ab nächster Woche mit Percussion beschäftigen - eine Premiere in meiner musikalischen Ausbildung -  und Janggu lernen. Das Coole daran ist, daß man nach dem Einsteiger-Trommelkurs dann auch in Samulnori-Kurse gehen und mit vier Schlaginstrumenten so richtig Krach machen kann. (Mein Lieblingsinstrument ist ja der kleine fiese Gong).

Vielleicht sollte ich es ja auch nur einfach wie eine Bekannte hier machen, die sich zwei Monate von ihrem Job freigenommen hat. Ich erwartete in meiner jugendlichen Naivität, daß sie in der Zeit vielleicht auf eine längere Reise geht oder so. Ihr Ziel war dagegen, in den zwei Monaten auf möglichst viele Blind Dates zu gehen. Interkulturelle Prioritätensetzungsdifferenzen vom Feinsten...

Freitag, 2. September 2011

Die letzte Abschlußfeier meines Lebens (?)

Der Abschlußjahrgang Sommer 2011 ^^
Es ist soweit - nach anderthalb Jahren, 7 Sprachkursen und fast 5 Millionen Won Studiengebühren ist mein letzter Sprachkurs tatsächlich vorüber. Nicht, daß ich jetzt Koreanisch KÖNNTE oder so, aber nun gut...